Madonna

Madonna

Queen of Pop und Prägerin der Popkultur

Die US-amerikanische Sängerin, Songschreiberin, Schauspielerin, Autorin, Regisseurin, Produzentin und Designerin Madonna wurde am 16.08.1958 als Madonna Louise Ciccone in Bay City im US-Bundesstaat Michigan geboren. Mit ihren Hits, die sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder die Spitze der Charts sicherten, machte sie sich einen Namen als Popikone. Weltweit hat sie bis heute zwischen 300 und 350 Millionen Tonträger verkauft. Die damit kommerziell erfolgreichste Sängerin der Welt landet damit auf Platz vier der erfolgreichsten Interpreten aller Zeiten. Mehrfach wurde sie vom Guinness-Buch der Rekorde zur erfolgreichsten Musikerin der Welt und zur Sängerin mit dem meisten verkauften Tonträgern aller Zeiten gekürt. Im Rahmen der amerikanischen Billboard Charts landet sie als Solokünstlerin auf Platz zwei direkt hinter den Beatles. Einmal ist daneben ihre Leistung 50 Titel auf Platz 1 einer einzigen Sparte der Billboard-Charts in fünf Jahrzehnten zu platzieren. Mit ihren beiden Touren Sticky & Sweet und MDNA belegt sie jeweils Platz 1 und 3 der erfolgreichsten Touren einer Sängerin. Laut dem Musikmagazin Rolling Stone ist ihre Blond Ambition Tour die großartigste Konzerttour der 90er-Jahre. Ihr Album "Erotica" aus dem Jahr 1992 gilt als das kontroverseste Popalbum der 1990er. Dagegen wurde ihr Video zu "Like A Prayer" von MTV zum popkulturell bahnbrechendsten Musikvideo aller Zeiten gekürt. VH1 machte sie 2012 zur Greatest Woman in Music. Zeitgleich erreichte sie auf dem Billboard-Ranking der erfolgreichsten weiblichen Künstlerinnen aller Zeiten den ersten Platz. Auch Musikwissenschaftler sowie viele Medien nennen Madonna aufgrund ihrer Erfolge und ihres Einflusses auf andere Musiker die erfolgreichste Sängerin aller Zeiten. Fans bezeichnen sie unter anderem als Queen of Pop. Daneben ist sie dafür bekannt, als erste Frau im Musikgeschafft ihre Karriere immer kontrolliert zu haben und jederzeit volle Verantwortung für ihr Image in der Öffentlichkeit trug. Mit Michael Jackson und Prince gehört Madonna zu den drei wichtigsten Vertretern der modernen Popmusik. Daneben zählt sie laut Time-Magazin aufgrund ihres kulturellen Einflusses zu den 25 mächtigsten Frauen des vergangenen Jahrhunderts. Sie gewann bereits sieben Grammys und zwei Golden Globes. Daneben veröffentlichte sie einige Kinderbücher und wurde 2008 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Ihr Vermögen wird auf über 1 Milliarde US-Dollar geschätzt. Damit ist sie eine der mächtigsten Menschen im Musikbusiness.  

Der Anfang einer steilen Karriere

Madonna wurde in katholischen Schulen und zweitweise sogar in einer Klosterschule unterrichtet. In der Rochester Adams High School in Oakland County, Metro Detroit bei Theateraufführungen und beim Cheerleading fand die junge Popikone Selbstbestätigung. Mit einem IQ von 140 gehörte sie an der High School zu den besten zwei Prozent der Schüler. Sie nahm Klavierstunden sowie Tanzunterricht, wodurch sie sich wünschte nach ihrem Abschluss Tänzerin zu werden. Gefördert wurde sie dabei von ihrem Tanzlehrer Christopher Flynn. Bei Besuchen von Museen, Theatern und der Schwulendiscos von Detroit lernte sie Stephen Bray kennen, mit dem sie später einige ihrer größten Hits produzierte. Zu dieser Zeit wurde ihr am rockigen New Wave orientierter Stil geprägt. Später wechselte dieser hin zu Dance und Disco. Madonna begann nach der Schule eine Tanzausbildung an der Univerity of Michigan, brach diese jedoch ab. Mit nur 30 US-Dollar ging es für sie nach New York, wo sie sich mit einem Job als Kellnerin und Nacktaufnahmen über Wasser hielt. Die Fotos erschienen später in Millionenauflage in Magazinen wie Playboy und Penthouse. Nebenbei lernte sie Gitarre und Schlagzeug zu spielen. Mit Dan Gilroy und Stephen Bay schrieb sie außerdem ihre ersten Lieder. Nachdem sie sich als Tänzerin bei der Alvin Ailey Dance Troupe und Pearl Lang’s Dance Company versucht hatte, suchte sie ihr Glück als Sängerin und Schlagzeugerin und Punk- und Popbands. Für kurze Zeit hatte sie einen Plattenvertrag bei Gotham Productions. In dieser Zeit nahm sie einige Demos auf und sang Background. Daraufhin wurde sie 1979 von Disco-Sänger Patrick Hernandez protegiert und mit nach Paris genommen. Nach vier Monaten in denen sie ihn als Tänzerin begleitete, ging sie zurück nach New York. Dort wurde sie in Discotheken bekannt, wo sie zu Demos ihrer eigenen Lieder tanze. Dabei knüpfte sie Kontakte zu DJs,wie Mark Kamins, der später ihre erste Single "Everybody" produzierte. Er war es auch, der Madonna Symour Stein vorstellte, dem Geschäftsführer von Sire Records. Dieser war so begeistert von den Demoaufnahmen, dass die Sängerin 1982 einen zweiten Plattenvertrag bekam. Mit "Everbody" landete Madonna einen Achtungserfolg in den Discotheken. Der Song wurde 250.000 Mal verkauft. Ein Jahr später kam ihr Debütalbum "Madonna" auf den Markt, welches von ihrem damaligen Freund DJ Jellybean Benitez mitproduziert wurde. Den Durchbruch in die Top 10 der internationalen Charts schaffte sie mit ihrer Single "Holiday". Zu dieser Zeit hatte sie zahlreiche Fernsehauftritte in den USA, Europa und Japan und drehte den Film "Vision Quest". Zwar trat sie darin nur zweimal kurz als Nachtclubsängerin auf, ein Jahr später wurde der Film allerdings zu einem gewaltigen Erfolg – nicht zuletzt durch ihren Singles "Crazy for You" und "Gambler".

Musikalische Höhenflüge

Nach millionenfachen Verkäufen des ersten Albums arbeite sie mit dem Produzenten Nile Rodgers zusammen. Ihre Musik wurde ab diesem Zeitpunkt rockiger, verzichtete aber nicht auf die eingängigen Melodien. Es entstand ihr Album "Like A Virgin". Der gleichnamige Titelsong wurde von ihr in einem Hochzeitskleid bei den MTV Video Music Awards 1984 präsentiert – zum Schock von US-amerikanischen Elternverbänden und konservativen Medienwächtern. Das junge Publikum hingegen war begeistert. Ab sofort kopierten ihre Fans alle Trends die Madonna setzte: Kruzifixe, bauchfreie Tops und Lederarmbänder zum Beispiel. Zu jedem Album kreierte Madonna einen neuen Look, wobei sie dabei häufig klassische Hollywoodikonen kopierte. In ihrem Video zu "Material Girl" erkennt man beispielsweise Ähnlichkeiten zu Marilyn Monroe. 1985 startete sie ihre ausverkaufte Virgin Tour durch die USA und Kanada. Das dazugehörige Album hat sich bis heute etwa 20 Millionen Mal verkauft und gehört damit zu den 100 meistverkauften Alben aller Zeiten. Ihr erster Kinofilm "Susan … verzweifelt gesucht" war sowohl beim Publikum als auch bei den Kritikern beliebt. Kurz vor ihrem Auftritt beim Live-Aid-Konzert tauchten alte Aktbilder von ihr auf und erschienen in bekannten Herrenmagazinen. Das Album "True Blue", das 1986 auf den Markt kam, widmete sie ihrem frischgebackenen Ehemann. Auch dieses Werk wurde ein Riesenerfolg: Platz eins in 28 Ländern und über 25 Millionen verkaufte Einheiten. Mit "Live to Tell", "Papa Don’t Preach" und "Open Your Heart" landete sie an der Spitze der Billboard Single Charts. Mit "La Isla Bonita" landete Madonna ihren ersten Nummer-1-Hit im deutschsprachigen Raum. Zur Ikone wurde sie durch das Coverfoto von Herb Ritts. Durch Fotos in Kleidung von Lagerfeld, Lacroix und Chanel etablierte sie sich als Sexsymbol. Ihre Who’s That Girl World Tour 1987 machte sie zur erfolgreichsten Popsängerin der 80er-Jahre. Bei ihren Konzert in der Frankfurter Waldstation standen 60.000 Menschen im Publikum, in Paris sogar eine doppelt so große Menge. Das Wembley Stadion in London war dreimal hintereinander restlos ausverkauft. Ihr Auftritt in Turin wurde per Satellit im Fernsehen übertragen. Während sich ihre Singles und Alben millionenfach verkauften, wollte es mit ihrer Film-Karriere allerdings nicht so recht funktionieren. "Shanghai Surprise" und "Who’s That Girl" floppten. Zeitgleich kriselte es in ihrer Ehe mit Sean Penn. Mit einem Remixalbum verabschiedete sich Madonna 1987 kurzzeitig vom Musikbusiness, um ein Jahr später "Bloodhounds Of Broadway" zu drehen. Daneben stand sie im Rahmen des ausverkauften Theaterstücks "Speed the Plow" am Broadway auf der Bühne. Danach arbeitete sie an ihrem Album "Like Prayer", mit dem sie ihre gescheiterte Ehe aufarbeiten wollte, das komplizierte Verhältnis zu ihrer Familie und ihr gespaltenes Verhältnis zur katholischen Kirche. Der gleichnamige Hit wurde 2004 von der amerikanischen und deutschen Redaktion des Musikmagazin Rollin Stone als eines der 500 besten Lieder aller Zeiten ausgezeichnet. 1989 ließen Madonna und Sean Penn sich scheiden. Zeitgleich kam das Musikvideo zu "Like a Prayer" auf den Markt, in welchem sie unter anderem Rassismus thematisiert. Darin tanzt sie vor brennenden Kreuzen und küsst eine zum Leben erwachte Statue von Martin von Porres. Pepsi stoppt daraufhin eine Werbekampagne mit ihr. Auch der Vatikan zeigt sich entsetzt. Auch mit dem Video zu "Express Yourself" sorgte Madonna für Schlagzeigen. Darin ist sie in Strapsen, tanzend im Männeranzug und nackt mit schweren Eisenketten im Bett zu sehen. Mit "Cherish" landete sie einen weiteren Top-5-Hit in den USA – den 16. ununterbrochen in Folge. Eine solche Leistung war zuvor nur den Beatles gelungen. Daraufhin nannte MTV Madonna Arist of the Decade.

Skandale und Schlagzeilen

Nach ihrer Blond Ambition World Tour standen Konzerte in den USA, Kanada und Europa auf dem Plan. Kaum eine Darbietung prägte Madonnas Image so sehr, wie ihre Performance von "Lika a Virgin": Sie trug ein goldenes Korsett mit kegelförmigen BH und simulierte eine Masturbation. Daraufhin drohte ihr nicht nur eine Haftstrafe in Kanada, sondern der Vatikan rief obendrauf zum Boykott von Madonnas Konzerten in Rom auf. Mit Warren Beatty hatte Madonna in den 90er-Jahren eine Affäre bis der gemeinsame Film "Dick Tracy" erfolgreich wurde. Sie lieferte mit ihrem Album "I’m Breathless" außerdem den passenden Soundtrack. Zu dieser Zeit erschien "Vogue" als Single und wurde zu einem von Madonnas größten Hits. Das dazugehörige Musikvideo machten sie zu einer Schwulenikone. Küsse mit Sandra Bernhard und Rosie O’Donnell ließen die Gerüchteküche brodeln, ob Madonna bisexuell sein könnte. Zu dieser Zeit erschien auch ihr erstes Greatest-Hits-Album mit dem Titel "The Immaculate Collection". Bis heute wurde es über 30 Millionen Mal verkauft und ist damit das meistverkaufte Best of einer Sängerin. Darin zu sehen war auch ein freizügiges Video zu "Justify My Love". Zahlreiche Fernsehsender verboten es und schoben es ins Nachtprogramm. Bei der Oscar-Verleihung wurde sie 1991 von Michael Jackson begleitet und präsentierte live den Song "Sooner or Later", der schließlich einen Oscar gewann. Im selben Jahr erschien der Dokumentarfilm "Truth or Dare". Für die Promotion besuchte Madonna das Film-Festival von Cannes in Südfrankreich und entblößte sich dort auf dem roten Teppich. Zur gleichen Zeit kam in Europa der Film "In Bed with Madonna" in die Kinos. Daneben war sie in "Eine Klasse für sich" und "Schatten und Nebel" zu sehen. Während sich ihr Image zum Erotikstar entwickelte, arbeitete Madonna nebenbei an ihrer Unabhängigkeit. Daraufhin folgten ihre provokantesten Jahre, angeführt vom Album "Erotica". Das Werk war das erste Album einer Künstlerin, das in den USA mit einem Jugendschutzhinweis versehen werden musste. Für das Lied "Did You Do It?" musste eine zensierte Zweitausgabe produziert werden. Der Titelsong "Erotica" wurde daneben zum Song mit dem zweithöchsten Einstiegsplatz in der Geschichte der U.S. Hot 100 Airplay Charts. Das dazugehörige Musikvideo wurde allerdings aufgrund seiner sexuellen Thematik nur dreimal von MTV in unzensierter Originalfassung gezeigt. Der Bildband "SEX" sollte das Album weiter promoten und sorgte wieder für Schlagzeilen und Kontroversen. Für den Erotik-Thriller "Body of Evidence" kassierte Madonna 1993 eine weitere goldene Himbeere als schlechteste Schauspielerin. Wegen ihren sexuellen Skandalen drohten ihre Karrieren im selben Jahr zu stagnieren. Ihr nächster großer Erfolg wurde die ausverkaufte Welttournee The Girlie Show. Das Bühnenprogramm schockte diesmal wegen angedeuteter Gruppensex-Szenen. Besonders in Puerto Rico sorgte sie für einen Skandal, als sie die Flagge der Insel zwischen ihren Beinen rieb. Orthodoxe Juden riefen zum Boykott ihres ersten Auftritts in Israel auf. Ein Jahr später sorgte sie mit ihrer Ausdrucksweise und eigenartigem Verhalten in einer Talkshow für Entrüstung bei den US-Medien. Ebenfalls 1994 präsentierte sich Madonna mit ihrem Album "Bedtime Stories" erneut als erstklassige Balladensängerin. Die Verkaufszahlen gingen langsam aber sicher wieder aufwärts. "Take a Bow" erreichte daraufhin Platz eins der Billboard-Charts und wurde zu einer ihrer erfolgreichsten Singles. Im Jahr darauf arbeitete Madonna als Model für Gianni Versace. Nach jahrelangen Bemühungen bekam Madonna 1996 die Rolle der Evita Perón in Andre Lloyd Webbers Musical "Evita". In diesem Zusammenhang kam das gleichnamige Album auf den Markt, welches sich sehr gut verkaufte. Ein Jahr später wurde ihr Comeback mit einem Golden Globe als beste Schauspielerin gekrönt. Im selben Jahr wurde Madonna zum ersten Mal Mutter und brachte ihre Tochter Lourdes Maria zur Welt.

Die Kurve zurück zum Erfolg

Daraufhin machte sich Madonna daran, an ihrem nächsten Album "Ray of Light" zu arbeiten – ihrem erfolgreichsten Album der 90er. Die Queen of Pop wurde für ihre Mühen belohnt: 1999 gab es dafür vier Grammys. Im Mittelpunkt des Werks standen Mutterschaft und ihre Zuneigung zu fernöstlichen Religionen. Das Album verkaufte sich bis heute 17 Millionen Mal. Weniger erfolgreich war dagegen der Film "Ein Freund zum Verlieben". Damit einher ging jedoch ihr Hit "American Pie" – eine Coverversion des Songs von Don McLean. Erstmals nach "La Isla Bonita" landete sie damit wieder auf dem ersten Platz in Deutschland. 2000 folgte das Album "Music", wobei sich hier Madonnas gereiftere Stimme in Verbindung mit Gitarren und elektronischen Beats fokussiert wurde. Die Songs "Music" und "Don’t Tell Me" lösten unter anderem die Trends zu Cowboyhüten, Hüfthosen und Boots aus. Im selben Jahr kam ihr Sohn Rocco zur Welt und sie heiratete Guy Ritchie. Nach jahrelanger Bühnenpause begann im Sommer darauf ihre ausverkaufte Drowned World Tour. Ihre anschließende Tour durch die USA unterbrach sie aufgrund der Terroranschläge vom 11.09.2001. Kurz darauf erschien ihr zweites Greatest-Hits-Album "GHV2". Danach ging es für Madonna zurück zum Theater. Sie trat als Künsthändlerin Loren in David Williamson "Up For Grabs" auf und erhielt für ihre Darbietung den Publikumspreis. Für Begeisterung sorgte sie 2002 mit ihrem Titellied für den Kinofilm "James Bond – Stirb an einem anderen Tag". "Die Another Day" ist bis heute der meistverkaufte Bond-Titelsong. Daneben trat sie in der Rolle der Fechtlehrerin Verity im Film auf. Mit "American Life" versuchte sie sich 2003 nicht an musikalischen Neuerungen. Wegen ihres Engagements gegen den Irakkrieg boykottierten konservative Radiostationen zu dieser Zeit ihre Musik. Damit landeten ihre erfolgreichen Titel nicht in den Billboard Charts. Dass Madonna sich politisch geäußert hatte, hat ihrer Karriere mehr geschadet als genutzt. Zum ersten Mal veröffentlichte sie daraufhin ein Duett als Single: "Me Against" zusammen mit Britney Spears. Für mehr Aufsehen sorgte sie, indem sie Spears bei den MTV Awards 2003 küsste. Noch im selben Jahr kam ihr erstes Kinderbuch "Die Englischen Rosen" auf den Markt. Es wurde ein derartiger Erfolg, dass Madonna Fortsetzungen und Merchandise produzieren ließ. Der Gewinn kam verschiedenen Kinderhilfsorganisationen zu Gute. Ein weiterer Meilenstein in ihrer Karriere war die erfolgreiche Re-Invention World Tour 2004. Neben politischen Statements wurden den Fans exklusive Kostüme von Karl Lagerfeld, religiöse Motive und ein Skandal geliefert. Ein Lied wurde von Madonna nämlich auf einem elektrischen Stuhl performt. Im selben Jahr erneuerten Madonna und Ritchie ihr Ehegelübde.

Die erfolgreichste Tour und Preise über Preise

Für 10,5 Millionen US-Dollar startete Madonna 2005 eine Kampagne des Modehauses Versace. Um Opfern des Tsunamis aus dem Jahr 2004 zu helfen, trat sie mit anderen Künstlern beim Tsunami Aid auf, wo sie den Klassiker "Imagine" von John Lennon zum Besten gab. An ihrem 47. Geburtstag stürzte die Queen of Pop beim Reiten vom Pferd und brach sich dabei das Schlüsselbein, die Hand und mehrere Rippen. Dennoch stand sie zwei Monate später für die Dreharbeiten zum Musikvideo zu "Hung Up" vor der Kamera. Kurz darauf erschien außerdem ihr Album "Confession on a Dance Floor" – eine Nummer 1 in 28 Ländern. Madonnas Musik kehrte damit wieder in die Clubs zurück. Für ihren bis dato größten Hit "Hung Up" durfte Madonna auf ein Sample von "Gimme! Gimme! Gimme!" von ABBA zurückgreifen. Die Strategie hinter dem Song: Er war als Handyklingelton herunterladbar. Damit landete er in 41 Ländern auf dem ersten Platz. Daneben legten sich die Verantwortlichen ordentlich ins Zeug, dass das neue Album im Gegensatz zu seinem Vorgänger erfolgreich wurde. Im Jahr darauf wurde Madonna mit dem BRIT Award als beste internationale Künstlerin ausgezeichnet. Kurz darauf folgten zwei Echos. Im selben Jahr begann die Confessions Tour, die sie auch nach Deutschland führte. Zum ersten Mal stand Madonna auch in Prag und Moskau auf der Bühne. Nach 60 ausverkauften Konzerten endete die Tour im Tokio. Zu dieser Zeit präsentierte sich Madonna wieder provokanter. Neben BDSM-Anspielungen und Ponyplay sorgte vor allem eine Kreuzigungsszene weltweit bei Christen für Entsetzen. Es hagelte etliche Klagen gegen die Sängerin. Obwohl die Shows nicht verboten wurden und ihr Auftritt in Hannover boykottiert werden sollte, legte Madonna noch einen drauf und lud den Papst zu ihrem Auftritt in Rom ein. Nur kurze Zeit später landete Madonna erneut in den Medien, als sie David Banda aus Malawi adoptierte. Die Vorwürfe waren hart: Sie hätte sich ein Souvenir aus Afrika gekauft und sich nicht an die dortigen Adoptionsgesetze gehalten, hieß es. Die Sängerin nahm noch im selben Jahr öffentlich in der Oprah Winfrey Show Stellung dazu. Nachdem H&M bereits 2006 eine komplette Kollektion für die Tour-Mannschaft zusammengestellt hatte, wurde im Jahr darauf eine Modekollektion international zum Verkauf angeboten. Im Werbevideo dafür, gibt Madonna einer unpassend gekleideten Schülerin knallharte Anweisungen in Sachen Mode. Im selben Jahr reiste sie erneut nach Malawi, um dort karitative Einrichtungen zu Besuchen. Weil ihr Ehemann sie nicht begleitet hatte, standen Scheidungsgerüchte im Raum. Die illegale Mitschnitte der drei Songs "Hard Candy", "The Beat Goes On" und "Candy Shop", die für ihr nächstes Album gedacht waren, tauchten online auf. Ebenfalls 2007 erschien ihr Song "Hey You" als Download. MSN versprach für jeden der ersten Millionen Downloads, die in der ersten Woche sogar umsonst waren, je 25 US-Cents an die Alliance for Climate Projection zu spenden. Im selben Jahr wurde Madonna vom Forbes Magazine auf Platz drei der einflussreichsten Persönlichkeiten weltweit gewählt. Zeitgleich war sie auf Basis ihrer Einnahmen laut Forbes auch eine der erfolgreichsten Musikerinnen des Jahres 2006. Bei einer Reise nach Israel 2007 traf sich Madonna mit dem Friedensnobelpreisträger und Präsidenten Schimon Peres. Dabei erhielt sie eine Ausgabe des Alten Testaments. Später löste Madonna ihren Vertrag mit der Warner Music Group auf und unterschrieb bei Live Nation. Der Wert des Deals: 120 Millionen US-Dollar. Die Künstlerin soll laut den Verlautbarungen einen Bonus von 18 Millionen US-Dollar und einen Vorschuss von je 17 Millionen US-Dollar für drei Alben erhalten haben.

Hall of Fame und Sticky & Sweets Tour

Mit "Filth and Wisdom" stellte Madonna 2008 bei der 58. Berlinale offiziell ihr Regiedebüt vor. Ihr Werk nahm nicht am Wettbewerb teil sondern wurde lediglich Uraufgeführt. Im selben Jahr wurde der Film außerdem in New York City präsentiert. Ebenfalls 2008 wurde die Sängerin in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Kurz darauf stellte sie bei den Internationalen Filmfestspiele von Cannes ihren Dokumentarfilm "I Am Because We Are" vor. Im selben Jahr kam daneben ihr Album "Hard Candy" auf den Markt. Erstmals wurde damit auch ein Albumcover veröffentlicht, dass nicht das Wort "Madonna" enthielt. Die beiden Songs "Hard Candy" und "4 Minutes" führten sofort die deutschen Charts an. Madonnas Bruder Christopher Ciccone veröffentlichte zu dieser Zeit seine Biografie "Life With My Sister Madonna". Bei ihrer anschließenden Sticky & Sweets Tour musste sie aufgrund der weltweiten Finanzkrise ihre Auftritte in Australien absagen. 2009 trat Madonna als Model für Louis Vuitton im Rahmen einer Werbekampagne für Luxushandtaschen in Erscheinung. Durch eine Affäre mit dem 28 Jahre jüngeren brasilianischen Model Jesus Luz landete Madonna wieder in den Schlagzeilen. Vorausgegangen war eine Fotokampagne mit dem Titel "Blame It On Rio". Die freizügigen Fotos und sexuellen Anspielungen sorgten erneut für Diskussionen um die Queen of Pop. Um ein weiteres Kind zu adoptieren reiste Madonna 2009 noch einmal nach Malawi, scheiterte aber vor dem Gericht mit ihrem Antrag. Eine Entscheidung des Obersten Landesgerichts von Malawi ermöglichte es Madonna schlussendlich ein Kind zu adoptieren. Erneut diskutierte die Öffentlichkeit heftig über diese Entscheidung. Daraufhin setzte Madonna ihr Sticky & Sweet Tour in London fort. Nur kurz nach dem Start verunglückten zwei Menschen tödlich beim Bühnenausbau in Marseille. Das Konzert wurde daraufhin vom dortigen Bürgermeister abgesagt. Ebenfalls 2009 kam Madonnas drittes Best-of-Album "Celebration" auf den Markt. In Deutschland hielt es sich zwei Wochen auf dem ersten Platz.

Pro Frauenrechte und Pro LGBT

2010 präsentierte sich Madonna als Gesicht einer Modekampagne von Dolge & Gabbana. Beim Hope for Haiti Now: A Global Benefit for Earthquake Relief in New York sang sie ihren Hit "Like a Prayer". Im selben Jahr arbeitete sie als Regisseurin für das Historiendrama "W.E.", wobei der verwendete Song "Masterpiece" 2012 bei den Golden Globe Awards ausgezeichnet wurde. Zur selben Zeit erschien ihr zwölftes Album "MDNA". Durch zahlreiche Vorbestellungen landete das Werk bereits vor der eigentlichen Veröffentlichung in 50 Ländern auf dem ersten Platz der iTunes-Charts. Das Video zu ihrer Single "Girl Gone Wild" darf aus Jugendschutzgründen nicht bei YouTube und Co. gezeigt werden. Kritik gab es für die anschließende Tour lediglich für die exzessive Gewaltdarstellung im ersten Teil der Show. Bei den Billboard Music Awards 2013 staubte Madonna gleich in mehreren Kategorien ab. Ebenfalls 2013 stellte die Sängerin ihr Projekt "Art for Freedom" vor, ein Kurzfilm indem sie für Toleranz und Gleichstellung wirbt. Bei den 56. Grammy-Verleihungen in Los Angeles zeigte Madonna ihre Verbundenheit zur LGBT-Community. Sie nahm an der Same-Love-Performance Teil und sang ihren Hit "Open Your Heart", um für die Akzeptanz homosexueller Paare zu werben. Mit freizügigen Bildern sorgte ebenfalls 2014 erneut für Aufsehen. Zudem tauchten 13 Songs online auf, die für ihr nächstes Album bestimmt waren. Für Schlagzeilen sorgte sie das nächste Mal 2015 als sie den Rapper Drake beim Coachella Festival küsste. Im selben Jahr erschien ihr Album "Rebel Heart", das in Deutschland erneut Platz eins belegte. Im Rahmen der dazugehörigen Tour trat Madonna bei 82 Konzerten weltweit auf. 2016 wurde Madonna bei den Billboard Women in Music Awards zur Frau des Jahres gekürt. Bei ihrer Rede griff sie vor allem die Themen Sexismus, Feminismus und Anfeindungen gegenüber Frauen im Musikgeschäft auf. Mit diesem Thematiken beschäftigte sie sich auch nach der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump. 2017 hielt sie im Rahmen des Women’s March eine Rede gegen Sexismus und die neue Regierung sowie für Frauenrechte. Dabei bezeichnete sie den Präsidenten als widerlich und sagte, sie habe bereits darüber nachgedacht, das Weiße Haus in die Luft zu sprengen. Ebenfalls 2017 adoptierte Madonna zwei weitere Kinder – Zwillinge – aus Malawi. Negativ fiel sie 2019 durch ihren Auftritt beim 64. Eurovision Song Contest auf. Kurz darauf erschien ihr Album "Madame X", das in den USA erneut den ersten Platz erreichte.

Streams

Songs von Madonna laufen regelmäßig auf folgenden Kanälen:

Playlist

Diese Songs von Madonna laufen regelmäßig bei uns:

Madonna - Candy Shop
Madonna
Candy Shop
Madonna - Girl Gone Wild
Madonna
Girl Gone Wild
Madonna - Give Me All Your Luvin
Madonna
Give Me All Your Luvin'
Madonna - Hung Up
Madonna
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Madonna - Living For Love
Madonna
Living For Love
Madonna - Music
Madonna
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Madonna - Sorry
Madonna
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